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Eine ausgewogene Beteiligung von Frauen und Männern am Entscheidungsprozess fördern.

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Rezept n.43

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Was

GESCHLECHTSSPEZIFISCHE DEMOKRATIE
 
Geschlechtsspezifische Demokratie: Aktionen zur Potenzierung der Vertretung von Frauen in allen Kommunalorganen (Stadt-/Gemeinderat, Stadtparlament, Gemeindegremien, Ausschüsse).
Ausgangspunkt aller Aktionen mit dem Ziel der "Sicherstellung" einer ausgewogenen Verteilung von Männern und Frauen im politischen Leben, ist die Durchführung einer detaillierten Analyse des sozio-politischen Kontexts.
Die in verschiedenen Gemeinden Belgiens durchgeführten Studien zeigten das Ungleichgewicht bei der Vertretung der Frauen innerhalb der Kommunalorgane auf. Um dieser Situation abzuhelfen, gibt es verschiedene Mittel; in jedem Fall muss jedoch der erste Schritt die Sensibilisierung der Beteiligten sein.

Wieviel

Feststellung der finanziellen Mittel
Für diese Aktion sind keine direkten Unkosten vorgesehen; die Arbeit kann währen der normalen Bürostunden von einer/m Angestellten des Amts für Chancengleichheit oder des Amts für innere Angelegenheiten der Stadt oder Gemeinde durchgeführt werden
 
Wie
 
Zusammenstellung der numerischen Daten auf der Grundlage der Mitgliederlisten der diversen Kommunalorgane (Stadt-/Gemeinderat, Stadtparlament, Gemeindegremien, Ausschüsse). Berechnung der Anzahl von Frauen und Männern in den jeweiligen Organen und Umsetzung in Prozentanteile, um das genaue Verhältnis der Geschlechter anzugeben. Die solcherart erarbeiteten Daten beschreiben genau die derzeitige Situation.
Danach kann nach verschiedenen Methoden vorgegangen werden:
 
Aufsetzen einer Note über die Präsenz von Frauen in den einzelnen Kommunalorganen. Außer den Daten muss die Note auch die Gründe dafür darlegen, warum eine ausgewogene Beteiligung wünschenswert ist. Die Note wird an die Stadtbeauftragten, den Stadtrat und die betroffenen Organe weitergegeben. Es ist wichtig, dass dieser Bericht nicht nur der Stadt- oder Gemeindeverwaltung allgemein zugänglich gemacht wird, sondern auch, dass er in die Tagesordnung aufgenommen und dort von dem Beauftragten für Chancengleichheit/Sozialpolitik diskutiert wird.

Appell an die Organisationen, die Parteien und die bürgerliche Gesellschaft ganz allgemein, Männer und Frauen zu wählen und kandidieren zu lassen, damit eine ausgewogenere soziale und politische Situation erreicht werde.

Vorgehensweise

Nachdem die unzureichende Vertretung von Frauen im politischen Bereich festgestellt wurde, muss die Initiative, die auch eine Studienphase und Sensibilisierungs-Aktionen vorsieht, von Beamten und Stadt- oder Gemeinderäten ausgehen und die Beteiligung aller Sozialpartner ins Auge fassen.
 
Ergebnisse
 
Veränderung der derzeitigen politischen Ordnung.
Stärkung des politischen und bürgerlichen Bewusstseins der Frauen.
Stärkung des weiblichen Standpunktes in der Politik und allen Aktionen, mit der daraus resultierenden Veränderung des politischen und sozialen Lebens.
 
Verweise:
MINISTÈRE DE L'EMPLOI ET DU TRAVAIL - SERVICE ÉGALITÉ DES CHANCES
RUE BELLIARD 51 - BRUXELLES
TEL.: 0032 2 2334039