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Die
Chancengleichheit in einer sich verändernden
Wirtschaftswelt fördern.
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Rezept n.24
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Was
"STUDY CIRCLES":
EINE METHODE ZUR AUSBILDUNG VON ARBEITSLOSEN
FRAUEN.
Der ABF (Arbetarnas
BildningsFörbund = Schwedischer Arbeiterbildungsverein)
von Norrköping bietet in regelmäßigen
Abständen Weiterbildungskurse für
arbeitslose/unbeschäftigte Frauen an. Es handelt sich
um eine Maßnahme, die sich sowohl vom inhaltlichen
Standpunkt als auch bezüglich der
Durchführungsmodalitäten von den
herkömmlichen Lehrgängen zur Berufsweiterbildung
unterscheiden. Dieses System wird seit Jahrzehnten von den
verschiedenen Sektionen des ABF in ganz Schweden
angewandt.
Wieviel
- Kosten fallen an
für die Räumlichkeiten, ihre Einrichtung und
Unterhaltung, sowie für das Lehrpersonal. Diese
Kosten können verringert werden, indem eventuell
vorhandene Räumlichkeiten in Gemeindebesitz
restauriert und genutzt werden und sich das Lehrpersonal
aus Organen rekrutiert, die bereits mit der Gemeinde
zusammenarbeiten. In jedem Fall sind die Unkosten mehr
als gerechtfertigt durch die Vorteile, die die Aktion mit
sich bringt, insbesondere weniger direkte und indirekte
Ausgaben für Arbeitslosigkeit. Eine
Lokalbehörde könnte - mittels Partnerschaften
oder Finanzierungen - auch die Projektplanung innerhalb
von Programmen der Gemeinschaft
unterstützen.
Wie
- Der Unterricht
findet täglich maximal sechs Monate lang statt, und
jede Klasse umfasst höchstens 16 Frauen. In unserem
Kontext könnte man zwei Unterrichtseinheiten pro
Woche von jeweils vier Stunden vorsehen, mit einer Dauer
von insgesamt 2/3 Monaten; so könnten mehrere Kurse
gleichzeitig laufen und sich an unterschiedliche
Zielgruppen wenden. Der Unterricht stellt den
Teilnehmerinnen neue, konkrete und ihrem Arbeitsumfeld
angepasste Instrumente zur Verfügung, darunter:
Benutzung des Computers (Internet einbegriffen), die
Lektüre von Tageszeitungen (Arbeitslose können
sie sich kaum leisten), Englisch, Mathematik und evtl.
weitere Fächer, die im Hinblick auf die
Zusammensetzung der Klasse wichtig werden könnten.
Neu ist vor allem die Unterrichtsweise selbst, die die
herkömmliche Distanz zwischen Lehrer/in und
Schülerinnen aufhebt; die/der Lehrer/in sitzt mit
den Teilnehmerinnen zusammen im Kreis und leitet
Diskussionen über die verschiedenen Themen (Study
circles) ein, wobei sie/er die einzelnen
Schülerinnen zu stimulieren sucht. Jede Teilnehmerin
soll nicht nur rezipieren, sondern auch den anderen
Frauen die Kenntnisse zukommen lassen, die sie nach und
nach in sich entdeckt, während die/der Lehrer/in
"für und mit den Schülerinnen arbeitet". Das
Ziel ist, die Frauen dahingehend zu motivieren, dass sie
aus ihrer Isolation heraustreten und Vertrauen in die
eigenen Fähigkeiten entwickeln, so dass sie zu
Bürgerinnen werden, die aktiv an der sozialen
Entwicklung teilhaben.
Vorgehensweise
- Die Initiative
entstand aus der Notwendigkeit, das schwerwiegende
Problem der arbeitslosen/unbeschäftigten Frauen
anzugehen, das in vielen Fällen auf den Mangel an
Ausbildung der Arbeitskräfte
zurückzuführen ist. Gleichzeitig suchte man
eine flexiblere, gezielte und im Vergleich zu den
herkömmlichen Weiterbildungskursen informelle
Herangehensweise, wobei großes Gewicht auf den
psychologischen und motivierenden Aspekt gelegt
wurde.
Ergebnisse
- Die Teilnehmerinnen gewinnen
Vertrauen in sich selbst und ihre Möglichkeiten, und ein Gutteil
von ihnen findet Arbeit oder nimmt die Ausbildung wieder auf. Die Frauen
treten aus ihrer Isolierung heraus und haben Gelegenheit zur Kontaktaufnahme
mit Strukturen, die ihnen den Zugang zum Arbeitsleben erleichtern können.
Der Lehrgang beschränkt sich auf einige gezielte Maßnahmen,
die der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt entgegenkommen (z. B. Computerbedienung).
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- Verweise:
- JANET ERIKSSON
- Koordinatorin beim
ABF (Arbetarnas Bildings Förbund)
- Norrköping, Schweden
- TEL.: 004611211300
- FAX: 004611211310
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