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Die Chancengleichheit in einer sich verändernden Wirtschaftswelt fördern.

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Rezept n.23

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Was

EIN INSTRUMENT ZUR SELBSTEINSCHÄTZUNG FÜR LEHRER AN DEN SCHULEN.

Material zur Selbsteinschätzung für eine Pädagogik der Chancengleichheit.
Die Schwedische Vereinigung der Lokalbehörden, zu der die verschiedenen Schuldirektoren gehören, hat in Zusammenarbeit mit den schwedischen Gewerkschaften des Sektors Material zur Selbsteinschätzung bzgl. des Themas Chancengleichheit in der Schule entwickelt. Es besteht aus einem Fragebogen und einer Informationsschrift und soll die Entwicklung einer auf Chancengleichheit ausgerichteten Pädagogik fördern.

Wieviel

Außer für Produktion und Reproduktion des Materials (in Schweden ca. 10.000 Lire/Paket, in Italien vermutlich weniger) sind keine direkten Unkosten vorgesehen. Die Aktion wird von den Lehrern selbst in der Gruppe oder einzeln durchgeführt, sowie eventuell von Expertinnen für Chancengleichheit, sofern sie bereits in der Schule präsent sind.

Wie

Mit Hilfe des Fragebogens reflektiert der Lehrer über die Pädagogik, die er in der Klasse anwendet.
Hier einige Beispiele:

1.

Zeit und Aufmerksamkeit: Wieviel Zeit widmen Sie Mädchen und Jungen während der Klassenarbeiten? Gibt es Unterschiede? Bitten Sie einen Kollegen, Ihrem Unterricht beizuwohnen.

2.

Person und Perspektive: Sind die Lebenserfahrungen und die Interessen von Mädchen und Jungen, von Frauen und Männern in Ihrer pädagogischen Arbeit gleichermaßen vertreten? Schlagen sie sich in der individuellen Arbeit der Klasse nieder? Wenn nicht, warum?

3.

Lehrmaterial: In welchem Maße spiegeln sich beide Geschlechter in dem von Ihnen benutzten Lehrmaterial wider? Wie können Sie Stereotypen vermeiden?

4.

Mädchen und Jungen, Vorstellungswelt und Erwartungen: Welche unterschiedlichen Erwartungen hegen Sie in bezug auf Schülerinnen und Schüler? Wie reagieren Sie, wenn ein Schüler oder eine Schülerin mit den traditionellen geschlechtsbezogenen Entscheidungen bricht und eine nicht von Stereotypen bestimmte ("bizarre") Wahl trifft?

5.

Sexuelle Belästigung: Haben Sie jemals sexuelle Belästigungen unter den Studenten oder zwischen Professoren und Schülern bemerkt? Wird hauptsächlich eine "sexistische" Ausdrucksweise benutzt? Wie verhalten Sie sich?

6.

Traditionell vom Geschlecht bestimmte Berufswahl: Wie unterstützen Sie ein breiteres Entscheidungsspektrum? Wie helfen Sie Ihrer Klasse dabei, mehr Möglichkeiten zu "sehen"?

Vorgehensweise

Die Art, wie Mädchen und Jungen in der Schule behandelt werden, formen ihr Geschlechtsbewusstsein. Statistiken und Untersuchungen haben gezeigt, dass sie je nach Geschlecht unterschiedlich behandelt werden. So reflektieren beispielsweise Themen und Curricula oft eine traditionell männliche Sichtweise. Der Großteil an Ressourcen kommt Jungen zugute (Zeit, Raum, Finanzierungen). Daher ist es notwendig, den Bedingungen für eine solche Ungleichheit auf den Grund zu gehen und eine neue Pädagogik zu entwickeln.

Ergebnisse

Steigerung von Bewusstsein/Kenntnis der Lehrer über die Chancengleichheit.
Entwicklung einer neuen Pädagogik der Chancengleichheit und Überwindung der Stereotypen.
Planung einer gleichmäßigeren Nutzung der schulischen Mittel (Geld, Zeit, Raum).
 
Verweise:
ANNA MARIE SANDQUIST
Swedish Association for Local Authorities, 118 82 Stockholm
E-MAIL: anna.sandquist@svekom.se