Die Einbeziehung der Dimension Chancengleichheit für Frauen und Männer in alle Bereiche von Politik und Aktion fördern.

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Rezept n.1

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Was

EXPERTINNEN DER CHANCENGLEICHHEIT IN DEN LOKALVERWALTUNGEN

Alle Grafschaften Schwedens sind seit 1994 zuständig für Chancengleichheit und geschlechtsspezifische Fragen. Der Standpunkt der Gleichstellung muss alle Tätigkeitsbereiche der Verwaltungen durchdringen. Jede Grafschaft muss eine Expertin für Chancengleichheit einstellen. Die Verwaltung muss die Arbeiten für die Gleichberechtigung in der gesamten Grafschaft koordinieren, unterstützen und überwachen. Unser konkretes Beispiel kommt aus der Grafschaft Stockholm (Schweden).

Wieviel

Eine Expertin für Chancengleichheit, die im Innern der Struktur arbeitet, kann allen Behörden Zusammenarbeit und Hilfestellung anbieten. Die Ausgaben beschränken sich auf ihr Gehalt. Die Lokalbehörden könnten sich einer beschränkten Anzahl von externen Beraterinnen auf dem Gebiet der Chancengleichheit bedienen, die hauptsächlich den entscheidungstragenden Stellen beigegeben werden: eventuell könnte man vorsehen, dass jede Beraterin je nach Erfordernis alternierend bei mehreren Dienststellen arbeitet, wobei sie auch bei den vom Bürgermeister getroffenen Entscheidungen Mitsprache hat.

Wie

Die Expertin unterstützt die Dienststelle, der sie beigegeben ist, durch die Förderung von mit der Chancengleichheit in Zusammenhang stehenden Thematiken und durch ihre Beratungstätigkeit, mit deren Hilfe alle Aktionen oder Eingriffe dem Konzept der Chancengleichheit angeglichen werden. Gleichzeitig soll sie die Dienststelle selbst dahingehend motivieren, Initiativen in diesem Sinne auf den Weg zu bringen, z.B. die Organisation von Kongressen, die Durchführung von Kontextanalysen und die Planung von oder Teilnahme an Projekten (s. Programme der Gemeinschaft).

In Italien müsste diese Aktion auf allen Ebenen der Institutionen ansetzen; ganz besonders innerhalb der Provinzen (= Landkreise, A.d.Ü.) und Städten und Gemeinden könnten Beraterinnen den entscheidungstragenden Stellen beigegeben werden. Die Verbreitung der Ergebnisse in der gesamten Verwaltungsstruktur wäre dadurch sichergestellt, dass sie von den Organen der Entscheidungsfindung bis zu den zahlreichen, für die Durchsetzung zuständigen Personen weitergegeben werden.

Vorgehensweise

Die Grafschaft Stockholm hat grundsätzliche Verantwortung dafür, dass die Gleichstellung der Geschlechter durchgesetzt wird, und dieses Prinzip muss jeden Aspekt der Verwaltungstätigkeit durchdringen. Daher ist man überzeugt, dass die Einbindung von Expertinnen für Chancengleichheit in die Verwaltung selbst ein nützliches Instrument ist; nicht nur, damit die Verwaltung selbst ein Bewusstsein für das Thema entwickelt, sondern auch, um den geeignetsten Weg zu ihrer Durchsetzung zu finden. Es ist wichtig, dass von Anfang an bei allen Dienststellen betont wird, dass die Beraterin für Chancengleichheit Autorität und konkrete Befugnisse hat.

Ergebnisse

Eine bessere Rollen- und Aufgabenverteilung zwischen Männern und Frauen, ausgehend von der Organisationsstruktur der Lokalverwaltung selbst. Förderung von gleichen Möglichkeiten für Männer und Frauen in den verschiedenen Aspekten des Arbeits- und sozialen Lebens (Bildung, Kindererziehung, Zugang zu allen ausgeschriebenen Stellen und zur selbständigen Unternehmertätigkeit, bessere Arbeitsbedingungen und gerechtere Karrieremöglichkeiten…). Einbeziehung der geschlechtsspezifischen Perspektive in die Tätigkeiten des öffentlichen Dienstes.

Verweise:
GUNILLA STERNER
Grafschafts-Expertin für Gleichberechtigung im Gebiet Stockholm
Länsstyrelsen I Stockholms Län, Postfach 22067, 104 22 Stockholm (Schweden)
TEL.: 0046 8 7854000/7854304
E-MAIL: gunilla.sterner@ab.Ist.se  

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